Intelligente Beleuchtung

Lichtsteuerungen

Die moderne und energieeffiziente LED-Beleuchtung bietet enorme Einsparpotentiale gegenüber der konventionellen Straßenbeleuchtung. Darüber hinaus eröffnet sie dank elektronischer Komponenten aber auch die Möglichkeit, auf einfachste Art und Weise eine Lichtsteuerung zu integrieren, um zusätzliche Energie einzusparen.

Welche Möglichkeit für Ihre Anwendung die Richtige ist, hängt von den Ansprüchen und auch von den vorhandenen Bedingungen ab. Intelligente Lichtsteuerungen in unseren Leuchten sorgen für noch effektivere Beleuchtungsanlagen. Sie minimieren den jährlichen Energieverbrauch und die damit einhergehenden Kosten. Gerne bringen wir Ihnen einige Möglichkeiten näher.

CLM - Konstante Lichtstromnachführung

Bei jedem Leuchtmittel, so auch bei LED, reduziert sich der Lichtstrom im Laufe der Lebensdauer. Wie stark dieser zurückgeht, hängt von unterschiedlichen Parametern ab. Heutzutage kann jedoch mit einer elektronischen Steuerung diesem Rückgang entgegen gewirkt werden, so dass über die gesamte Lebensdauer ein gleichbleibender Lichtstrom zur Verfügung steht und obendrein auch noch Energie gespart wird.

Ohne konstanten Lichtstrom

Der Lichtstrom reduziert sich über die Lebensdauer um z.B. 20% (L80B10), die Systemleistung bleibt jedoch unverändert. Der Lichtstromrückgang muss bei der Lichtplanung mit dem Lampen-Lichtstrom-Wartungs-Faktor (LLWF) berücksichtigt werden. Dies bedeutet, dass die Beleuchtungsanlage von Anfang an mit mehr Energie ausgestattet werden muss, um dem Lichtstromrückgang  gerecht zu werden und auch noch am Ende der Lebensdauer die benötigte Menge Licht bereitzustellen.

Mit konstantem Lichtstrom

Die integrierte Elektronik erhöht über die Lebensdauer den Strom und hält so den Lichtstrom konstant. Dadurch steigt zwar die Systemleistung während der Lebensdauer stetig an, jedoch sparen Sie von Anfang an Energie, da Sie Ihre Beleuchtungsanlage nicht überdimensionieren müssen.

Moderne LED-Systeme arbeiten heutzutage allerdings so stabil, dass sie über die Lebensdauer nur noch wenige Prozent vom Lichtstrom verlieren. Hierbei ist der Einfluss des konstanten Lichtstroms eher gering.

LRT – LeistungsReduzierung Twin (2 Phasen)

Bei dieser Steuerung wird die Beleuchtung mittels einer zweiten Phase (Steuerphase) reduziert. Durch Ausschalten der Steuerphase wird der Lichtstrom auf einen vordefinierten Wert herabgesetzt.  Hierbei stehen zwei Ausführungen zur Auswahl: Bei „LRT70“ wird der Lichtstrom auf ca. 70%  reduziert (das entspricht in etwa einer Reduzierung um eine Beleuchtungsklasse).

Bei der klassischen „LRT“ wird auf 50% reduziert (altbekannte Halbnachtschaltung). Die Dauer und der Zeitpunkt kann der Nutzer hierbei frei bestimmen und beliebig anpassen. Diese Steuerung lässt sich einfach in Netze mit vorhandener Steuerphase oder auch in Neuanlagen integrieren.

LRA – LeistungsReduzierung Autark

Die autarke Lichtsteuerung ist, wie der Name bereits sagt, unabhängig von einem externen Steuerleitung. Deshalb lässt sich diese Steuerung auch einfach in vorhandene Beleuchtungsanlagen integrieren. Sie ist in 5 Stufen frei programmierbar, wobei die Daten direkt im elektronischen Betriebsgerät gespeichert werden, so dass keine zusätzliche Komponente benötigt wird.

Die programmierten Zeitpunkte, in denen der Lichtstrom reduziert wird, werden über die Ein- und Ausschaltzeiten automatisch vorgenommen. Hierbei wird der Mittelpunkt zwischen  Ein- und Ausschalten als Referenzzeitpunkt für die Reduzierung gebildet. Verändert sich dieser, werden die Zeitpunkte zur Reduzierung entsprechend angepasst, wie z.B. beim Wechsel der MEZ Sommer- / Winterzeit Umstellung.

DALI

Zur Integration in externe Steuerungen können die Leuchten von Vulkan auch mit einem DALI Anschluss geliefert werden. DALI bietet über die Steuerung hinaus den Vorteil, dass es sich um ein bidirektionales Protokoll handelt und z.B. auch Fehler und Brennstunden ausgelesen werden können. Die Leistungsreduzierung ist dann natürlich von der verwendeten Steuerung und deren Möglichkeiten abhängig. Ein Nachteil sind die begrenzten Leitungslängen dieser Systeme, weshalb die „Signalumsetzer“ (Controller) meist im Mast oder in der Leuchte platziert werden.

Lichtmanagement

LMS – LichtManagementSystem

Ein Lichtmanagementsystem bietet über die Reduzierung des Energieverbrauches hinaus natürlich weitere Möglichkeiten. Hierbei handelt es sich vielmehr um eine zukunftsorientierte Technologie, die das Wohlbefinden, die Sicherheit und damit auch die Lebensqualität der Bürger deutlich verbessern kann. Bedarfsgerechte und individuelle Lichtsteuerung, Monitoring, Fehlermeldungen und Protokollierung vereinfachen die Verwaltung und Wartung der Beleuchtungsanlagen. Dabei kann die Beleuchtung auch mit anderen Systemen verknüpft oder auch externe Signale eingebunden werden.

Smart City

„SmartCity“ steht für gesamtheitliche Entwicklungskonzepte, Vernetzung verschiedener Systeme und das Sammeln von Daten zur Optimierung urbaner Räume. Ein Teil von SmartCity stellt die Beleuchtung und deren Lichtmanage- mentsysteme dar.

Die Beleuchtung im Blick

Basis des Lichtmanagementsystems ist eine Software, die die gesamte Beleuchtung einer Stadt steuern kann. Hierbei werden die einzelnen Lichtpunkte übersichtlich in einer Karte dargestellt und können jederzeit individuell oder in Gruppen ausgelesen oder angepasst werden. Die Brennstunden und Verbräuche werden protokolliert und können über einen Bericht exportiert und dokumentiert werden. Das System erkennt Fehler und generiert entsprechende Fehlermeldungen. Die Verwaltung der Software auf dem zentralen Server spart darüber hinaus die Netzwerkpflege oder eine aufwändige IT-Infrastruktur für den Betreiber. Die 128bit Verschlüsselung sowie ein zusätzliches Passwort sichern das Netzwerk gegen Fremdeingriffe ab.

Drahtlose Kommunikation

Die Verbindung bzw. Kommunikation wird über ein drahtloses Mesh-Netzwerk sichergestellt und benötigt keine zusätzliche Steuerleitungen im Erdreich. So kann die Lichtsteuerung auch in vorhandene Netze einfach integriert werden. Aufgrund der Reichweite wird das Signal nicht nur an einen Teilnehmer sondern gleich an mehrere gesendet (die Anzahl ist abhängig von den örtlichen Begebenheiten). So kann das Signal zum Beispiel nicht durch eine zertrennte Erdleitung unterbrochen werden. Sollte ein Teilnehmer nicht reagieren sucht sich das Signal im Funknetzwerk sofort eine „Umleitung“.

Licht, wann und wo es gebraucht wird

Die Integration von Sensoren hilft dabei die Beleuchtung zu optimieren, ohne dass der Komfort oder die Sicherheit reduziert werden müssen. So kann beispielsweise durch integrierte Bewegungssensoren die Beleuchtung auf einen Minimalwert abgesenkt werden. Wenn nun einer der Sensoren Verkehrsteilnehmer wie Fußgänger, Fahrrad- oder Autofahrer erfasst, wird die Beleuchtungsstärke auf einen definierten Wert erhöht. Gleichzeitig wird an vorher definierte Nachbarleuchten der Befehl gesendet das Gleiche zu tun, um so eine gleichmäßige Beleuchtung in den Straßen zu gewährleisten. Eine weitere Möglichkeit ist die Integration von externen Sensoren wie z.B. Dämmerungsschalter, Uhren, Wettersensoren, Induktionsschleifen oder Verkehrssysteme. Hierdurch wird die Beleuchtung noch besser an die wechselnden Bedingungen angepasst.

Gerade die Vielfalt an Möglichkeiten und die hohe Flexibilität macht ein modernes Lichtmanagementsystem aus.

Gerne beraten wir Sie bei Ihrer SmartCity Lösung.